Raubkatzentapse

                                                                 Tiger

Sibirischer Tiger im Allwetterzoo Münster

Der Tiger -Panthera tigris- zählt zu den ältesten Raubtieren der Schöpfung und ist die größte lebende Raubkatze auf unserem Planeten. Einige Exemplare, wie der Sibirische Tiger, erreichen ein stolzes Gewicht von um die 300 kg. Der Tiger ist in sechs Unterarten vertreten. Die größte Unterart ist der Sibirische Tiger, die kleinste Unterart der Sumatratiger.

Tiger sind goldorange bis orangebraun gefärbt. Ihr Fell ist mit schwarzen oder dunkelbraunen Streifen versehen. Der Bauch, die Halskrause sowie der Innenbereich der Beine sind weiß. Je nach Lebensraum zeigt die Fellfarbe des Tigers eine unterschiedliche Intensität. Und die Laune der Natur hat eine Tiger-Unterart, den Bengaltiger, zudem mit einem ganz besonderen Gen ausgestattet, welches rein weiße Tiger, mit dunkelbraunen Streifen, hervorbringt.

Der 29 Juli ist der internationale Tag des Tigers. Das Wort "tigris" geht auf das altgriechische Wort "Pfeil" zurück.

Sibirische Tiger im Zoo Landau

Die elegante Großkatze durchstreifte einst den gesamten asiatischen Kontinent. Von der östlichen Türkei bis zum Ostchinesischen Meer, sowie von Ostrussland bis nach Indonesien, war der Tiger reichhaltig vertreten. Doch die stetige Plünderung der Natur durch den Mensch dezimierte die Tiger-Populationen mehr und mehr. Um 1900 bevölkerten nur noch circa 100.000 Tiger - unterteilt in neun Unterarten - die asiatischen Wälder. Mitte des 20. Jahrhunderts verschwanden drei Unterarten, der Javatiger, der Balitiger sowie der Kaspische Tiger, durch Ausrottung. Schätzungen im Jahr 2013 bezifferten die Tigerpopulation auf nur noch ungefähr 4000 Exemplare.

Tigerin im Zoo Leipzig

Das Habitat des Tigers verteilt sich auf 13 asiatische Staaten. Es beginnt im Nordosten Russlands - der Sibirischen Taiga - und erstreckt sich über China, den Himalyastaaten, bis hinunter nach Indien und zu den tropischen Wäldern Malaysias und Indonesiens. Der Tiger hat sich den verschiedenen Klimazonen seines Habitats, in welchen Temperaturen  von +40°C bis zu -40°C herrschen, perfekt angepasst. Tiger im Himalaya leben auf Höhen um die 4000 m. Zudem ist der Tiger ein hervorragender Schwimmer. In seinem Revier liegen Flüsse, Tümpel und Seen.

Sibirischer Tiger im Lüneburger Wildtierpark

Tiger leben als Einzelgänger und treffen nur während der vier- bis fünftägigen Paarungszeit auf das andere Geschlecht. Das Paarungsritual der Tiger vollzieht sich alle 30 Minuten und wird von lautstarkem knurren, fauchen und brüllen begleitet. Tigerlaute, besonders während der Paarungszeit, sind kilometerweit zu hören. Nach der Paarung verlässt der Tiger das Weibchen und zieht sich in sein eigenes Revier zurück, welches an die Reviere mehrerer Weibchen grenzt. Eine Tigerin zieht ihren Nachwuchs nach der Geburt - fast drei Jahre lang - allein auf.

Bengaltigerbaby im Tierpark Eschede

Der Tiger ist - je nach Habitat - nicht nur tagaktiv, sondern auch dämmerungs- und nachtaktiv. Als exzellenter Jäger schleicht er sich langsam von hinten an seine Beute bis auf 15 m heran und erledigt diese nach wenigen Sprüngen. Im Licht- und Schattenspiel des hohen Dickichts der Wälder, ist der Tiger durch seine gestreifte Zeichnung optimal getarnt. Von seiner erlegten Beute, Hirsche, Fische, Affen, Nagetieren und Wildschweine, frisst der Tiger mehrere Tage, bevor er sich erneut auf die Jagd begibt.

Bengaltiger im Safaripark Hodenhagen

In den Sundarbans, den Mangrovenwälder im Gangesdelta, welche sich von Südbangladesch bis nach Ostindien erstrecken, kommt es immer wieder vor, dass Tiger zu Menschenfressern werden. Dörfer und Felder breiten sich immer weiter auf dem Tigerterritorium aus und die Bauern jagen die Beutetiere des Tigers. Menschen sind eine leichte Beute für die Großkatze. Der Tiger wird von den dortigen Bewohnern gefürchtet wie kein anderes Tier. Während der Feldarbeit am Rande des Tigerreviers tragen die Bauern Tigermasken am Hinterkopf, welche die Raubkatze abzuschrecken sollen.

Sibirischer Tiger im Zoo Wuppertal

Der Tiger steht unter Artenschutz. Er ist gefährdet und vom Aussterben bedroht. Seit 1974 ist der Handel mit Fellen und Tigerprodukten weltweit verboten. Dennoch boomt der Handel  mit Tigerprodukten wie nie zuvor. Medikamente aus Tigerknochen stehen in der südostasiatischen Medizin hoch im Kurs und sollen Rheuma, Krebsleiden und Potenzstörungen heilen. Das Fleisch des Tigers gilt in einigen Ländern Südostasiens als Delikatesse. Wilderer haben somit Hochkonjunktur, zumal einigen asiatischen Staaten das Geld für den Wildtierschutz fehlt. Die Zerstörung der Wälder, dem Habitat des Tigers, tut ein Übriges zur Ausrottung der eleganten Raubkatze.

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