Tiger Paarung

                                    Fortpflanzung des Tigers

Tigerweibchen erreichen mit circa 3 bis 3,5 Jahren die Geschlechtsreife. Tigermännchen hingegen erst mit 4,5 bis 5 Jahren. Tigerweibchen paaren sich nur alle 2,5 Jahre, nachdem der zuvor großgezogene Nachwuchs die Mutter verlassen hat. Tiger leben als Einzelgänger. Kater und Katze treffen nur während der zwei- bis fünftägigen Paarungszeit enger aufeinander. Bei einigen Tigerunterarten ist die Paarung jahresunabhängig. Der Bengaltiger bringt seinen Nachwuchs zwischen Dezember und April zur Welt, vor der Monsumzeit.

Die Tiger im Amur-Gebiet hingegen bevorzugen den Januar und Februar als Paarungszeit, um im Frühjahr ihre Jungen zur Welt zu bringen, die ab dem Sommer mit Fleisch versorgt werden, wenn auch die Beutetiere ihren Nachwuchs geboren haben und somit genügend Nahrung vorhanden ist. Das Revier eines Tigers überschneidet sich mit den Revieren mehrerer Weibchen. Dringt ein fremdes Männchen in sein Revier ein, kommt es zwischen den Männchen zu erbitterten Kämpfen, die oftmals blutig enden und einen der beiden Rivalen auch mal das Leben kosten kann.

Durch Urinmarkierungen an bestimmten Baumstämmen oder Felsen zeigt die Tigerin ihre Paarungsbereitschaft an. Rollige Weibchen scheiden mit dem Urin besondere Sexualhormone aus, deren Duftstoffe die Kater anlocken. Diese Baumduftmarkierung verflüchtigt sich erst nach 24 Stunden. Während der Rolligkeit reibt die Katze auch ihren Kopf an Baumstämmen und Sträuchern, denn an Kopf und Kinn sitzen Drüsen, welche ebenfalls Duftstoffe absondern. Tigerinnen stoßen zudem brüllende, lang gezogene grollende Rufe aus, um ein Tigermännchen anzulocken. Der Tiger antwortet ihr mit einem kehligen Laut, der kilometerweit zu hören ist. Nähert sich ein paarungsbereiter Kater, umgarnt die Tigerin ihren Partner sehr zärtlich. Das Vorspiel der Tiger besteht aus gegenseitigem Beschnuppern und zärtlichem aneinander reiben.

Die paarungsbereite Tigerin keucht und schnaubt. Aber auch kurze spielerische Kämpfe gehören zum Paarungsritual, bei welchem das Weibchen auch mal kräftige Pfotenhiebe austeilt. Schließlich reckt die Tigerin ihr Hinterteil in die Höhe. Das Männchen nähert sich von hinten, während sich die Tigerin auf den Boden legt. Der nur wenige Sekunden dauernde Paarungsakt beginnt. Kurz vor der Ejakulation beißt das Männchen dem Weibchen in den Nacken. An seiner Penisspitze befinden sich kleine Hornspitzen, welche zusammen mit dem Nackenbiss beim Weibchen den Eisprung auslösen, jedoch für die Katze schmerzhaft sind.

Nach dem Liebesakt schlägt das fauchende Weibchen wild mit der Tatze nach ihrem Liebhaber, rollt sich aber kurz darauf zufrieden auf dem Boden hin und her. Der Tiger liegt dich in ihrer Nähe. Alle 30 Minuten findet mindestens ein Paarungsakt statt. Die häufige Vereinigung erhöht die Chance auf einen Eisprung und somit die Hoffnung auf Nachwuchs. Wird die Tigerin nicht tragend, beginnt der Zyklus nach 3 bis 4 Wochen von neuem. Das Männchen paart sich mit mehreren Weibchen, deren Reviere sich mit dem seinen überschneiden und besucht seinen Nachwuchs auf seinen Streifzügen durch das Revier.

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