Schneeleopard

                   Schneeleopard

Schneeleopardin Taiga
© Kirsten Stäber

Um den Schneeleopard ranken sich viele Mythen und Legenden. Der Schneeleopard ist eine außergewöhnliche Raubkatze. Der von den Himalayabewohnern liebevoll als „Geist der Berge“ bezeichnete Schneeleopard, schleicht wie ein Phantom - lautlos und unsichtbar - durch die raue, verschneite zentralasiatische Gebirgswelt. Der Mensch bekommt die extrem scheue Raubkatze äußerst selten zu Gesicht. Nur die Spuren im Schnee erinnern an die Präsenz des Schneeleoparden.

Gähnender Schneeleopard Zoo Rostock
© Kirsten Stäber

Sein Habitat erstreckt sich über zwölf zentralasiatische Staaten. Dort lebt die seltene Großkatze - je nach Schneelage - auf Höhen zwischen 1000 bis 5500 m. Keine andere Raubkatze hält sich in diesen felsigen Höhenlagen auf. Die größte Schneeleoparden - Population weist China vor.Der "Geist der Berge" hat sich perfekt dem Leben auf dem "Dach der Welt" angepasst. Die kalte Atemluft wird in den vergrößerten Nasenhöhlen der Katze vorgewärmt, bevor sie in die Lunge gelangt. Eisige Schneestürme übersteht der Schneeleopard dank seines dichten Fells und seines langen buschigen Schwanzes, welchen er schützend vor das Gesicht legt. Seine Pfoten sind groß und breit ausgeprägt, um im Schnee nicht einzusinken. Mit einer Schulterhöhe von circa 0.60 m ist der Schneeleopard die kleinste aller Großkatzen, jedoch Weltrekordhalter im Weitsprung. Verfolgt ein Schneeleopard seine Beute, sind Sprünge von 16 Metern keine Seltenheit. Bis 1950 war der Schneeleopard in der westlichen Welt noch weitgehend unbekannt.

Schneeleoparden sind selten
© Kirsten Stäber

Die Mongolen tauften die schöne Katze "Irbis". 1863 bezeichnete BLYTH die Raubkatze als "Snow-Leopard" und dieser Name hat sich weltweit eingebürgert. Der Schneeleopard zählt zwar zu den Großkatzen, kann jedoch nicht brüllen. Er ist tag- und dämmerungsaktiv. Ein flinker und geschickter Jäger, der Murmeltiere, Steinböcke und Marco Polo-Schafe als Nahrung bevorzugt. Schneeleoparden sind Einzelgänger und treffen nur während der Paarungszeit von Januar bis März aufeinander. Ungefähr drei Monate später bringt die Schneeleopardin ein bis drei Jungtiere zur Welt.

 

Porträt Schneeleopard
© Kirsten Stäber

Seit 1972 steht der Schneeleopard auf der Liste der IUCN, World Conservation Unionder, als bedrohte Art, und somit unter Schutz. Dennoch ist die Schneeleoparden -Population weiterhin stark durch Wilderei bedroht. Weltweit, so schätzt der NABU, leben nur noch 3000 - 3500 Schneeleoparden in freier Wildbahn. Neben der Wilderei spielen auch der Klimawandel sowie ein Rückgang der Beutetiere eine große Rolle beim Aussterben der Art. Die Zucht von Schneeleoparden in Zoos ist hingegen weltweit sehr erfolgreich. Die europäische Erstzucht gelang 1960 im Zoo Krefeld.

Schneeleopard

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