Leopard

                               Leopard

Persischer Leopard
© Kirsten Stäber

 

Der Leopard ist ein ausgezeichneter Kletterer und sprintet einen Baumstamm - als einzige Großkatze Afrikas – kopfüber hinab. Der Leopard hält sich am liebsten in Bäumen auf, wo er nicht nur vor seinen Feinden sicher ist, sondern auch sein Revier bestens im Blick hat. Fast regungslos lauert die große Katze auf dicken Ästen. Ziehen zufällig Beutetiere unter ihm vorbei, springt der Leopard seinem auserwählten Opfer direkt ins Genick, um es mit einem Kehl – oder Genickbiss zu töten. Anschließend zieht der Leopard seine Beute – oft schwerer als er selbst – fast mühelos auf einen Baum. Tagelang ernährt sich der Leopard dann von dem Kadaver im Geäst. Der Leopard zählt zu den kräftigsten Raubkatzen des Tierreichs. Schultern, Nacken und Vorderbeine sind kräftig und muskulös.

 

Der Leopard lebt vornehmlich im Geäst hoher B
© Katja/pixelio

Der Leopard ist sehr anpassungsfähig bezüglich seines Lebensraumes. Die Raubkatze ist in Savannen, Regenwäldern, Bergwäldern und sogar am Rand von Halbwüsten zu finden. Solange in seinem Lebensterritorium genügend Beute und Wasser vorhanden ist, kann er sich verschiedenen Klimabedingungen problemlos anpassen. Beheimatet ist der Leopard auf zwei Kontinenten, in Asien sowie in Afrika, südlich der Sahara. Keine andere Raubkatze bewohnt ein ähnlich großes Territorium. Die weltweite Leoparden-Population lässt sich schwer schätzen. 100 000 bis 400 000 Leoparden werden auf unserem Planeten vermutet. Zumindest weist die Leoparden-Population die höchste Populationsdichte aller Großkatzen auf.

Je nach Lebensraum hebt das Fell des Leoparden unterschiedliche Farbvariationen hervor. Die Farbskala reicht von hellgrau, goldgelb bis hin zu hellbraun. Doch die Laune der Natur hat den Leopard auch mit einem rezessiv vererbbaren Gen ausgestattet, welches schwarze Leoparden, die so genannten „Schwärzlinge“, hervorbringt. Zwischen ganz normalen Leopardenbabys kann auch ein schwarzes Junges dabei sein, wenn beide Elternteile jenes Gen im Erbgut tragen. Schwarze Leoparden haben genauso wie normale Leoparden ein geflecktes Fell. Der schwarze Leopard wird auch als Schwarzer Panther bezeichnet und galt bis vor wenigen Jahrzehnten fälschlicherweise als eigene Art.

Der Leopard gilt als sehr aggressiv, furchtlos und angriffslustig. Lebt ein Leopard in der Nähe von menschlichen Siedlungen, verschwindet nicht nur Nutzvieh. Auch Hunde und Menschen fallen der Raubkatze zum Opfer.

Seit jeher übt der Leopard eine faszinierende Anziehungskraft auf den Mensch aus. Afrikanische Häuptlinge schmückten sich gerne mit dem Fell der Raubkatze, um ihre Stärke zu demonstrieren. Im Alten Rom wurden Leoparden in den Arenen zur Schau gestellt. Im Mittelalter wetteiferten Königs- und Fürstenhöfe um die Entstehung tierparkähnlicher Anlagen, zu dessen ersten Bewohner natürlich auch Leoparden zählten. Könige und Kaiser ließen sich –als Ausdruck ihrer Macht – gerne mit einem Leoparden an der Leine von berühmten Künstlern malen. Die alten Römer vermuteten einst das Geparden und Leoparden Männchen und Weibchen derselben Art seien.


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