Tiger Tatze

                                         Beutetiere des Tigers

Tiger fressen Gras um ihre verschluckten Haare zu binden

Der Tiger hat ein breites Beutespektrum. Ziegen, Schafe, Rinder, Hirsche, Antilopen, Stachelschweine und kleine Nager zählen zu seiner Nahrung. Der Tiger ist ein Fleischfresser, doch benötigt die große Katze nicht nur Fleisch, sondern auch lebensnotwendige Mineralien. Diese Mineralien erhält der Tiger durch seine Pflanzen fressenden Beutetiere, welche die Mineralien in ihrem Blut und im Muskelfleisch speichern. Um seine beim Putzen verschluckten Haare auszuscheiden, frisst der Tiger Gras, welches die Haare im Magen bindet. Anschließend würgt der Tiger den Gras-Haarballen aus.

Ein ausgewachsener Tiger benötigt täglich 5 bis 7 kg Fleisch. Der Sibirische Tiger 8 bis 10 kg. Der Tiger geht jedoch nicht jeden Tag auf die Jagd, sondern sucht sich ein großes Beutetier aus, von welchem er sich mehrere Tage ernährt. Hat ein Tiger ein Beutetier gekillt, frisst er sich satt, manchmal bis zu 15 kg in einem Fraß. Den Kadaver zieht der Tiger anschließend an einen gut geschützten Platz, zu welchem er am nächsten Tag zurückkehrt, um weiter zu fressen.

Tiger, welche in der Nähe menschlicher Siedlungen leben, vergreifen sich vereinzelt am Nutzvieh der Bauern. Ziegen, Schafe, Rinder, Büffel, Pferde und sogar Hunde werden nicht verschmäht. Gerade im Habitat des Indochinesischen Tiger werden große Beutetiere, durch Bejagung des Menschen, immer knapper. Der Tiger muss sich mit kleinen Beutetieren begnügen und öfter auf die Jagd gehen, als seine Kollegen in Indien, die in ihrem Habitat genug Beutetiere vorfinden. Zootiger bekommen 5 bis 8 kg Fleisch pro Tag und halten einmal in der Woche einen Fastentag.

Beutetiere des Bengaltiger

Yak, Blauschaf, Axis-Hirsch, Sambar-Hirsch, Muntjak-Hirsch, Barasingha-Hirsch, Wildschwein, Stachelschweine, Nilgauantilope, Gaur, Wasserbüffel, kleine Nager, Fische, Frösche.

Beutetiere des Malaysischen Tiger

Muntjak-Hirsch, Dachs, Stachelschwein, Sambar-Hirsch, kleine Nagetiere, Affen, Reptilien, Vögel, Fisch

Beutetiere des Indochinesischen Tiger

Sambar-Hirsch, Wildschwein, Gaur, Banteng, Muntjak-Hirsch. Bei Nahrungsknappheit stehen auch kleine Nagetiere, Affen, Fische, Frösche und Reptilien auf dem Speiseplan.

Beutetiere des Sumatratiger

Axis-Hirsch, Sambar-Hirsch, Muntjak-Hirsch, Dachs, Stachelschwein, Tapir und Affe. Bei Nahrungsknappheit stehen auch Kaninchen, Wasservögel und Reptilien auf der Speisekarte.

Beutetiere des Sibirischen Tiger

Sika-Hirsch, Wildschwein, Elch, Goral, Braunbär, kleine Nagetiere

Beutetiere des Südchinesischen Tiger

Isubra-Hirsch, Wildschwein, Braunbär, Elch, Sika-Hirsch, Goral, Dachs, Kanninchen

Blauschaf: Das Blauschaf ist eine Horntragende Ziegenart, die in den zentralasiatischen Gebirgswelten lebt, in Höhen bis auf 5000 m. Blauschafe wiegen zwischen 35 bis 80 kg und erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 110 bis 170 cm. Mehrere Weibchen leben mit ihren Jungtieren in einer Herde zusammen. Die Männchen leben außerhalb der Herden. Im Frühjahr bringt das Weibchen 1 bis 2 Jungtiere zur Welt.

Axis-Hirsche zählen zur Lieblingsbeute des Tigers

Axis-Hirsch: Der Axis-Hirsch ist in Indien und Nepal weit verbreitet. Sein rotbraunes Fell ist verziert mit vielen weißen Punkten. Die Männchen tragen ein imposantes Geweih. Der Axis-Hirsch lebt in offenen Gras- und Buschlandschaften, am Rande von Wäldern. Mehrere Weibchen leben mit ihrem Nachwuchs im Verbund. Axis-Hirsche haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 1.10  bis 1.70 m und bringen ein Gewicht von 30 bis 100 kg auf die Waage.

Sambar-Hirsch: Der Sambar-Hirsche und ist beheimatet in Indien, Malaysia, auf Sumatra, Borneo und Taiwan, sowie in Südchina. Sambar-Hirsche bringt ein Gewicht zwischen 110 bis 260 kg auf die Waage. Ihre Kopf-Rumpf-Länge liegt zwischen 1.50 bis 2.50 m. Mehrere Weibchen leben in einem kleinen Verbund mit ihren Jungtieren zusammen. Die Männchen leben außerhalb der Herde. Sambar-Hirsche erreichen ein Alter von um die 12 Jahre.

Sika-Hirsch: Der Sika-Hirsch ist in seinem ursprünglichen Lebensraum bedroht. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst Südostsibirien, Ostchina, Korea, Japan und Vietnam. Sika-Hirsche erreichen ein Gewicht zwischen 40 bis 80 kg. Seine Kopf-Rumpf-Länge beträgt 0.90 bis 1.40 m. Der Sika-Hirsch hat im Sommer ein rotbraunes Fell, mit weißen Punkten. Im Winter ist sein Fellkleid dunkelgrau. Weibchen leben mit ihrem Nachwuchs im Verbund, abseits der Männchen und treffen nur während der Paarungszeit aufeinander.

Isubra-Hirsch: Der Isubra-Hirsch wird den Wapitis zugerechnet. Sein Lebensraum ist Südsibirien, die Amur-Region. Wapitis wiegen zwischen 200 bis 450 kg und leben in kleinen Herden. Während der Paarungszeit kommt es zwischen rivalisierenden Männchen zu heftigen Kämpfen, die oft, für einen der beiden Kontrahenten,  tödlich enden.

Muntjak-Hirsch: Der Muntjak zählt zu den kleineren Hirschen, mit einem Gewicht von 15 bis 33 kg. Der Muntjak-Hirsch hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 0.65 bis 1.35 m und lebt in den dicht bewaldeten Regionen Südostasiens: Bhutan, Indien, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nepal, Vietnam und Thailand bis nach China.

Barasingha-Hirsch: Der Barasingha-Hirsch hat ein Gewicht bis zu 180 kg. Sein Lebensraum ist das offene Grasland in Nordindien sowie angrenzend im südlichen Nepal. Barasinghas leben in Herden.

Elch: Der Elch ist die größte Hirschart. Sein Habitat erstreckt sich von Nordeuropa und Nordamerika sowie über Nordasien. Elchkühe haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 2.40 bis 2.80 m, die Elchbullen um die 2.70 bis 3.00 m. Elche haben bedingt durch ihre Habitate ein unterschiedliches Gewicht, welches zwischen 250 bis über 800 kg liegt. Elchkühe leben mit ihren Jungtieren in einer herde und treffen nur während der Paarungszeit auf die Männchen.

Mittelchinesischer Goral

Goral: Der Goral gehört zur Unterfamilie der Schaf- und Ziegenartigen. Sein Lebensraum erstreckt sich von Südostsibirien, über China, die Himalaya-Staaten, bis hinunter nach Indien, Myanmar und Thailand. Männchen und Weibchen leben mit dem Nachwuchs im Verbund. Der Goral ist in vier Unterarten eingestuft.

Wildschwein

Wildschwein: Das Wildschwein war ursprünglich in ganz Europa und in weiten Teilen Asiens beheimatet. Heute sind Wildschweine weltweit verbreitet. Das Wildschwein hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 1.20 bis 1.80 m. Keiler wiegen bis zu 200 kg, Bachen zwischen 70 bis 150 kg. Die Bachen leben mit ihrem Nachwuchs allein. 2 bis 8 Jungtiere bringt eine Bache in einem Wurf zur Welt. Ausgewachsen ist ein Wildschwein mit 4 bis 5 Jahren.

Stachelschwein

Stachelschwein: Die Stacheln des Stachelschweins haben eine Länge von  fast 40 cm. Das Stachelschwein lebt im tropischen Südostasien sowie in den Savanne Afrikas. Das Gewicht eines Stachelschweins liegt zwischen 16 bis 25 kg und es hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 0.55 bis 0.68 m. Stachelschweine leben als Paare zusammen mit dem gemeinsamen Nachwuchs und sind Nagetiere.

Nilgauantilope: Die Nilgauantilope ist in Indien, Nepal und im südlichen Pakistan beheimatet. Die Nilgauantilope zählt zu den größeren Antilopenarten. Männchen bringen es auf stolze 300 kg Gewicht, die Weibchen sind etwas leichter mit einem Gewicht bis zu 180 kg. Weibliche Tiere leben mit ihrem Nachwuchs in kleinen Herden und treffen nur zur Paarungszeit auf die Männchen. Die Männchen tragen im Gegensatz zu den Weibchen Hörner.

Yak: Der Yak ist eine große, langzottelige asiatische Rinderart, welche bis zu 1000 kg wiegt. Einst in China, den Himalaya-Staaten und im südlichen Sibirien beheimatet, lebt der ursprüngliche Yak heute nur noch im westlichen China und in Indien. Domestizierte Yaks hingegen haben ein größeres Verbreitungsgebiet, von China, der Mongolei und den Himalaya-Staaten bis nach Südsibirien. Weibliche Yaks leben mit ihrem Nachwuchs in einem großen Verbund und treffen nur während der Paarungszeit auf die Männchen.

Gaur: Der Gaur ist eine in Südostasien beheimatete Rinderart mit einem Gewicht bis zu 1000 kg. Der Gaur lebt in Bangladesh, Indien, Malaysia, Myanmar, Nepal, Thailand und Malaysia. Männchen und Weibchen tragen nach vorne gebogene Hörner, die eine Länge von 0.60 bis 1.00 m aufweisen. Die Bullen leben mit mehreren Kühen und dem gemeinsamen Nachwuchs zusammen. Der Gaur erreicht ein Alter bis zu 30 Jahren.

Wasserbüffel: Wild lebende Wasserbüffel haben ihr Habitat nur noch in Bhutan, Indien, Nepal und Thailand. Domestizierte Wasserbüffel hingegen sind im gesamten südostasiatischen Raum, sowie in China und Nordafrika anzutreffen. Der Wasserbüffel erreicht ein Gewicht bis zu 1200 kg. Männchen und Weibchen tragen Hörner. Mehrere Weibchen leben gemeinsam mit ihrem Nachwuchs in einer Herde und treffen nur während der Paarungszeit mit den Männchen zusammen.

Banteng: Der Banteng ist eine in Südostasien lebende Rinderart mit einem Gewicht bis zu 800 kg und einer Kopf-Rumpf-Länge von 1.80 bis 2.20 m. Anzutreffen ist der Banteng in Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar und in Thailand. Bullen und Kühe tragen Hörner. Ein Bulle lebt im Verbund mit mehreren Kühen und dem gemeinsamen Nachwuchs. Die Lebenserwartung eines Banteng liegt bei 20 Jahren.

Tapir: Der Schabrakentapir ist die größte Tapirart und die einzige Tapirart, welche in Südostasien vorkommt. Der Schabrackentapir lebt als Einzelgänger in den tropischen Regenwäldern in Myanmar, Malaysia, Thailand und auf der zu Indonesien gehörenden Insel Sumatra. Schabrackentapire haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 180 bis 250 cm und ein Gewicht zwischen 250 bis 350 kg. 

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